Umweltausschuss des Kulmbacher Kreistages tagte im Müllkraftwerk Schwandorf

Der Umweltausschuss des Landkreises kam zu seiner ersten Sitzung nicht wie gewohnt im Landratsamt Kulmbach zusammen, sondern im Verwaltungsgebäude des Müllkraftwerkes Schwandorf.Kulmbachs Landrat Klaus Peter Söllner hielt es für wichtig und richtig, dem neugewählten Gremium die Einrichtung zu zeigen und sie mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf, dem der Landkreis Kulmbach seit nunmehr 30 Jahren angehört, vertraut zu machen. Söllner sprach bei seiner Eröffnungsrede von einer Erfolgsgeschichte, dass der Landkreis Kulmbach seit 1979 dem starken Verbund Schwandorf angehört.

 

 

Das war und ist auch heute noch ein Riesengewinn. Die Einrichtung liefere auch im Hinblick auf Immissionswerte fantastische Ergebnisse. Verbandsdirektor Thomas Knoll wies im Rahmen der öffentlichen Sitzung darauf hin, dass das Müllheizkraftwerk Schwandorf mit seinen insgesamt vier Ofenlinien im vergangenen Jahr wieder rund um die Uhr in Betrieb war. Der Mehrschichtbetrieb sei nötig, so Knoll, um die Abfälle aus dem Verbandsgebiet zu entsorgen, um damit die benachbarte Industrie mit Strom und Dampf zu versorgen und Wärme für die städtische Fernwärmeversorgung zu liefern.

 

Der Abfallberater des Landkreises Kulmbach Detlef Zenk nutzte die Gelegenheit der Sitzung in Schwandorf, um der Delegation mit Landrat Söllner an der Spitze die Arbeit der Abfallwirtschaft genauer zu erläutern. Mit großem Interesse verfolgten die Räte den Vortrag „Vom Müllkutscher zum Ressourcenretter und Energielieferanten“ und quittierten den Beitrag am Ende mit einem großen Applaus. Kreiskämmerer Rainer Dippold informierte die Ausschussmitglieder über den aktuellen Stand der Dinge in finanzieller Hinsicht. Insgesamt dürfe man feststellen, dass sich das Rechnungsergebnis gegenüber den Haushaltsansätzen positiv entwickelt habe. Nach der Sitzung und einem kleinen Imbiss nahmen die Damen und Herren noch an einer Führung durch das Müllheizkraftwerk teil.