Stadtsteinach: 400 begeisterte Gäste bei Sternstunden-Gala des Bayerischen Rundfunks

Es war ein Feuerwerk an Programmpunkten, das nacheinander angezündet wurde. Ein Highlight jagte das nächste. Man sah an diesem Abend nur in zufriedene Gesichter in der vollbesetztenn Steinachtalhalle in Stadtsteinach.

Um was ging es? Der Landkreis Kulmbach und die Stadt Stadtsteinach fungierten als Partner der renommierten Benefizveranstaltung „Sternstunden“ Wir helfen Kindern des Bayerischen Rundfunks. Unter der Schirmherrschaft des Kulmbacher Landrats Klaus Peter Söllner und unter der Federführung des 1. Bürgermeisters der Stadt Stadtsteinach Roland Wolfrum stellen Landkreis und Stadt ein rund dreistündiges Programm auf die Beine. Die Old Beer Town Jazzband umrahmte  den gesamten Abend mit erstklassiger Jazzmusik. Alle acht Musiker ließen an ihrem professionellen Tun keine Zweifel. Bandleader Conni Fischer verband die Stücke immer wieder mit einer wortwitzigen Moderation oder erzählte eine Anekdote aus seinem riesigen Fundus an musikalischen Erlebnissen. Die Maxigarde der Faschingsgesellschaft Stadtsteinach eröffnete den Sternstundenabend mit einem Tanz der, um beim Thema zu bleiben, auch als  Sternstunde tänzerischen Könnens bezeichnet werden kann. Respekt! Der Präsident der Faschingsgesellschaft Stadtsteinach Andy Sesselmann berichtete Moderator Joffrey Streit mit großem Stolz über die Arbeit seines Vereins, denn schließlich, so der Präsident ist nach dem Fasching in Stadtsteinach gleich wieder vor dem Fasching. Geprobt wir also ganzjährig.

Der Bürgermeisterchor des Landkreises Kulmbach hatte für diesen Abend gleich vier Stücke im Repertoire. Chorleiter Reinhard Holhut hatte extra die Lieder „Der Friedensmaler“ und „Amazing Grace“ neu getextet.

Im Gespräch mit Moderator Joffrey Streit erläuterte Holhut die Entstehungsgeschichte des Chores. Bei der Hommage an das Frankenland durfte auch Landrat Klaus Peter Söllner mit auf die Bühne, der seine Tonlage zwar fand, aber nicht genau sagen konnte welche Stimmlage das ist. Das Publikum lachte herzlich über die Spekulationen des Landrats und quittierte seine Erklärung mit einem schallenden Applaus.  Zitat: Der Erhard Hildner ist Tenor und wenn wir einen Auftritt haben, dann stehe ich immer rechts vom Erhard, was das für eine Tonlage ist, müssen die anderen entscheiden. Zitatende. Jedenfalls war der Auftritt des Bürgermeisterchors mehr als gelungen, wobei es nicht verschwiegen werden sollte, dass die einzige Frau im Chor, die Bürgermeisterin von Ludwigschorgast Frau Doris Leithner-Bisani durch ihr Mitwirken sehr zum angenehmen Klangbild beigetragen hat.

Der Schirmherr der Veranstaltung Landrat Klaus Peter Söllner war in seiner Begrüßungsrede voll des Lobes über diesen Abend, er dankte allen die zum guten Gelingen beigetragen haben und hob an dieser Stelle den Leiter der Fremdenverkehrsamtes Stadtsteinach Hans Kotschenreuther hervor, der die Fäden im Hintergrund zusammenhielt.

In der Programmabfolge betrat nun Herbert Mengesdorf die Bühne, der zum einen dafür verantwortlich war, dass diese Veranstaltung überhaupt nach Stadtsteinach kam, weil er ein Jahr zuvor, am Rande einer Veranstaltung den Impuls dafür gab. Und zum anderen eine musikalische Figur der Zeitgeschichte präsentierte deren Namen jeder zumindest gehört hat. Johnny Cash! Herbert gab an diesem Abend den „German Johnny Cash“! Wenn man seine Augen schloss, konnte man denken das Original steht auf der Bühne, so gut klang die Stimme von Herbert alias Johnny. Wahrscheinlich lag es daran, dass Herbert viele Jahre als Chefsteward der Flugbereitschaft Köln seinen Dienst tat und so auch oft in die USA kam. Englisch gehörte quasi zu seinem täglichen Geschäft. In einem kurzen Plausch vor dem Auftritt berichtete der gebürtige Allgäuer mit Stolz, dass er Cash 1973 auch persönlich getroffen hat und sein Idol sich über eine Stunde für seinen wohl größten Fan Zeit nahm. Er danke von ganzem Herzen seiner Frau Johanna, ohne die er sicher nicht da wäre wo er jetzt ist. Das Kurzkonzert erntete Jubel und Applaus.  Der bescheide „Men in Black“ bedanke sich und versprach später noch eine Zugabe zu geben.

Nun standen die „kleinen“ im Fokus der Sternstunden. Der Kinderchor unter der Leitung von Karin Günter und mit tatkräftiger Unterstützung von Silke Weiser-Oberkofler sangen die Mädchen und Jungen das „Sternstunden-Lied“ das aus der Feder von Herbert Mengesdorf stammt. Die Gäste lauschten dem Chor bis zum letzten Ton, am Ende gab es dann kein Halten mehr auf den Sitzen. Die Kinder begeisterten das Stadtsteinacher Publikum.

Der 1. Bürgermeister der Stadtsteinach Roland Wolfrum begrüßte die Gäste nach einer kurzen Pause sehr herzlich und berichte in kurzen Worten wie viel Arbeit darin steckt, eine solche Show zu stemmen. Gemeinsam mit dem Landkreis sei dies aber – wie man sieht – prima gelungen.

Die Anmoderation der „Sterntaler“ eine Abordnung des Musikinstitutes Stadtsteinach unter der Leitung von Katharine Hargens  übernahm Wolfrum selbst, schließlich habe er die junge Künstlerin entdeckt. Und so versteht es sich von selbst, dass ich sie auch ansage, so der Bürgermeister. Meine Damen und Herren Bühne frei für Sabrina Pfändner – sie singt 99 Luftballons von Nena.  Allein dieser Song brachte die Halle zum Kochen und weil alle nochmals diese „Kleine Ausnahmestimme“ hören wollten setzte Sabrina noch einen drauf und sang „Krieger des Lichts“ von Silbermond. Klasse!

Bei all dem tollen Programm muss man unbedingt erwähnen, dass es neben den vielen Sachspenden für die Tombola, die von den heimischen Firmen spendiert wurden, auch ein paar nennenswerte Sonderpreise zu gewinnen gab. David Mengensdorf, Rennfahrer im Bereich GT3 sponserte ein VIP-Wochenende für zwei Personen bei einem seiner Rennen in der kommenden Saison.

Der Leiter des Tourismus aus Weiler im Allgäu, Sebastian Koch lud gleich eine vierköpfige Familie ins Allgäu ein, zu einem Wochenende auf dem Bauernhof.  Und unsere beiden Politikerinnen aus  Bundestag und Landtag, Emmi Zeulner und Inge Aures spendierte für die gute Sache jeweils eine Städtereise nach Berlin und München. Inge Aures und ihr Mann legten zudem noch 400 Euro in bar drauf die ebenfalls dem „Sternstundentopf“ zu Gute kommen sollten.

Es war ein großartiger, kurzweiliger Abend mit vielen tollen Programmpunkten, einer sagenhaften Tombola, wirklich schönen und wertvollen Sonderpreisen und einem feinen Menü, für das sich Hansi Hümmer und die Faschingsgesellschaft Stadtsteinach verantwortlich zeigten. Auch an diese Adresse muss man sagen Klasse und Danke!

Der Reinerlös dieses Abends kann noch nicht beziffert werden, sobald die Zahlen stehen geben wir das bekannt.