Nürnberg: Landkreis Kulmbach präsentiert sich auf der Consumenta

Die Events und Feste der Metropolregion Nürnberg, zu der auch der Landkreis Kulmbach gehört, eroberten am vergangenen Freitag die Consumenta 2014. Nicht von ungefähr, denn es war zugleich der „Tag der Metropolregion“ und am Gemeinschaftsstand von Original Regional in Halle 6 des Nürnberger Messezentrums erlebten geladene Gäste und Messebesucher ein buntes Defilee der Feste. Heiße Rhythmen vom Coburger Samba-Festival, die historische Stadtwache von Mittelalterfest in Herzogenaurach, Weinprinzessin und Gärtnerkönigin aus dem Landkreis Kitzingen oder die in schwarz gewandete schicke Kohlenhofprinzessin Paula I. vom Deutschen Dampflokomotiv Museum in Neuenmarkt: Die Vielfalt der dort präsentierten Feste war einfach beeindruckend und natürlich wusste Landrat Klaus Peter Söllner den Landkreis und die Stadt Kulmbach bei seiner Präsentation ins rechte Licht zu rücken, um die Messebesucher auf die Region neugierig zu machen.

Die Städte und Landkreise der Metropolregion konnten maximal fünf Feste für den Kalender melden, der erstmals herausgebracht und gleich zu Beginn vom Ratsvorsitzenden der Metropolregion Nürnberg, Landrat Armin Kroder vom Nürnberger Land, vorgestellt wurde. Kroder, selbst mit der Blumenkönigin vom Röthenbacher Blumenfest dabei, zeigte sich begeistert: „Die Landräte und Oberbürgermeister haben für den Kalender auch eher weniger bekannte Feste ausgesucht. Das Ergebnis ist deshalb eine besondere Mischung aus Tradition und Geheimtipp.“ Kirchweihen, Bürgerfeste, Märkte, das ganze Jahr über bieten sich unzählige Events als Orte der Begegnung an. Über 150 davon werden im Kalender verzeichnet und beschrieben. Der Wirtschaftsvorsitzende der Metropolregion Nürnberg, Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, dazu: „Die Menschen in der Region feiern gerne, das macht dieser Kalender sichtbar. Und unsere Feste sind Quelle und Ausdruck der Lebensqualität in der Metropolregion Nürnberg.“ In dem Kalender wird ein ganz besonderer Mix aus Traditionellem und Geheimtipp geboten.

Die Consumenta stellt nach den Worten von Landrat Armin Krodel die schönste und beste Verbrauchermesse im Bundesgebiet dar und deshalb wollte sich die Metropolregion hier auch kreativ und aktiv präsentieren, dabei auch mit den Produkten aus den Landkreisen. Dr. Christa Standecker von der Geschäftsstelle der Metropolregion verwies auf den Kalender „Unsere Feste 2015“: „Es ist ein wunderbarer Kalender entstanden, ein spanender Jahreslauf aus 150 Festen insgesamt und es ist bombastisch, was die Region zu bieten hat.“ Die kommunale Allianz bezeichnete die Geschäftsführerin als den wichtigsten Motor der Metropolregion und die Wirtschaft als den zweitwichtigsten.

Die Vertreter der Landkreise und Städte erhielten dann die Möglichkeit, die wichtigsten Feste in ihrer Region darzustellen. Der Landkreis Kulmbach war einer der ersten, der sich mit der Kohlenhofprinzessin Paula I., Ingrid als Fahrdienstleiterin und Dieter Kolb von den Hobbyradlern „MuhMuh“ den Besuchern der Messehalle vorstellen konnte. Landrat Klaus Peter Söllner lobte zunächst die Arbeit der Metropolregion: „Das ist wirklich eine tolle Geschichte und eine wunderbare Präsentation, die hier aufgezogen wird und wir sind seit Jahren gerne dabei.“ Und mit Blick auf die anderen oberfränkischen Landkreise stellte Söllner fest: „Wir Oberfranken sind aus der Metropolregion Nürnberg nicht mehr wegzudenken, wir sind gerne dabei und wollen diese Initiative heute auch gerne unterstützen.“ Landrat Klaus Peter Söllner, zugleich Vorsitzender der Genussregion Oberfranken, kam als Vorsitzender des Bierlandes Oberfranken zum Ergebnis: „Da sind wir als Oberfranken unschlagbar, denn wir haben gut 200 Brauereien und da sind wir auch stolz drauf.“ Landrat Söllner machte Werbung für das Altstadtfest Kulmbach, die Kulmbacher Bierwoche („Ein legendäres Fest, das jeder kennt, der was auf sich hält. Und wer noch nicht da war, da wird es Zeit!“), die Motorrad-Sternfahrt Ende April mit jährlich rund 40.000 Besuchern in Kulmbach, die gemeinsam mit Staatsminister Joachim Herrmann durchgeführt wird, den Autofreien Sonntag im Weißmaintal und die Pfingstdampftage im DDM in Neuenmarkt. Und als „Stanicher“ ließ der Landrat natürlich auch das Faschingstreiben am Faschingssonntag in seiner Heimatstadt nicht unerwähnt: „Das ist die Faschingshochburg in Oberfranken!“

Landrat Klaus Peter Söllner überreichte an den Ratsvorsitzenden der Metropolregion, Landrat Armin Kroder, ein Trikot der „MuhMuh“-Hobby-Radler und lud ihn zum Autofreien Sonntag am 17. Mai 2015 ins Weißmaintal ein: „Ich würde mich freuen, wenn Du im nächsten Jahr mal dabei wärst und Du wirst dann mit einem fränkischen Marsch reingespielt.“

Ingrid Flieger vom Klimaschutzmanagement des Landkreises hatte die Präsentation auf der Consumenta verantwortlich organisiert: „Der Aufwand war für uns eigentlich nicht so groß, die Idee war das Ausschlaggebende. Zum einen das DDM – die Kohlenhofprinzessin ist ja bekannt – und den Autofreien Sonntag im Weißmaintal mit unserem Dieter Kolb als MuhMuh-Radler und zusammen mit dem Elektrofahrrad war eine schnelle und pfiffige Geschichte. Unsere Werbung hat sich gelohnt, wenn man vor allem sieht, dass wir innerhalb kürzester Zeit unsere Flyer und Bonbons verteilt und die Aufmerksamkeit auf beide Veranstaltungen gelegt hatten und noch dazu Kulmbach präsentieren können.“

Neben dem Landkreis Kulmbach war der Landkreis Wunsiedel mit Landrat Dr. Karl Döhler und der Porzellankönigin und dem Porzellinerfest vertreten. Hofs OB Dr. Harald Fichtner stellte den originellen „Hofer Schlappentag“ vor, Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl verwies auf die „Tirschenreuther Passion“ im kommenden Jahr, Bürgermeister Uwe Raab von der Stadt Pegnitz warb für den „Fränkischen Bratwurstgipfel“, Neustadt bei Coburg verwies auf das Internationale Puppenfestival und Rolf Beyersdorf von „terra brazil“ setzte mit dem Sambafestival in der Veste-Stadt Coburg den Schlusspunkt. Mit dabei waren auch eine brasilianische Tänzerin und drei brasilianische Perkussionisten. Mit einer Polonaise durch die Halle 6 wurde der „Tag der Metropolregion“ beendet.

(Werner Reißaus)