Limmersdorf: Tanzlinde ein Sanierungsfall – Ende einer Tradition?

Der Oberfranke an sich ist ja bekannt für seine eher ruhige, zurückhaltende Art. Bodenständig ist er. Traditionell. Friedliebend. Zumindest solange seine Gewohnheiten, seine Traditionen nicht in Frage gestellt werden. Beziehungsweise nicht in Gefahr geraten. Genau das ist aber momentan in Limmersdorf im Landkreis Kulmbach der Fall. Folgende Problematik: Seit 325 Jahren steht hier, mitten am Dorfplatz die so genannte Tanzlinde. Eine Linde, die wie der Name schon vermuten lässt, einmal im Jahr betanzt wird. Zur Kerwa. Und das eben seit 325 Jahren. Eine Besonderheit also, zumal es von diesen Tanzlinden gerade mal noch 6 Stück gibt. In ganz Deutschland. Doch der Zahn der Zeit hat auch vor der Limmersdorfer Tanzlinde nicht Halt gemacht und so müsste der dazugehörige Tanzboden längst generalüberholt werden. Müsste. Das wissen auch die Verantwortlichen vor Ort. Und so wurde viel diskutiert, beraten, auch gezofft. Tatsächlich passiert ist bislang allerdings kaum etwas. Das Ende einer Tradition?

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